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Es werden Posts vom Dezember, 2019 angezeigt.

Das Mädchen und die Schreibmaschine / Farbschatten der Erinnerung

Ein kleines Mädchen läuft am Meer entlang. Ihr Ziel ist ein kleiner Holzsteg am Strand, der fast immer frei von Menschen und so ein guter Ort zum Nachdenken ist. Auch heute liegt er völlig verlassen da, nur eine kleine Schreibmaschine steht alleine auf den alten Holzplanken. Das Mädchen nähert sich der Schreibmaschine und entdeckt ziemlich schnell die vollgeschriebenen Blätter, die zum Teil verstreut daneben liegen. Neugierig beginnt sie zu lesen. Heute ist ein ruhiger Tag. Es kommen kaum Kunden und auch mein Boss ist beschäftigt und lässt mich in Ruhe. Vor allem mit seinem Drängeln, dass ich mir einen Computer anschaffen soll und ich meine geliebte Schreibmaschine endlich wegschmeiße, aber ich will sie behalten. Ich weiß doch gar nicht wie man mit so einem technischen Schnickschnack umgehen soll, die gehen doch eh bloß kaputt. Aber mein Chef lässt mir einfach keine Ruhe. Uh heute ging echt alles schief. Erst kam ich zu spät zur Arbeit und habe einen richtigen Anschiss von

Das kleine Traummädchen / Farbschatten der Erinnerung

Sie wurde das kleine Traummädchen genannt, denn einen anderen Namen hatte sie nicht. Nacht für Nacht brachte sie Träume übers Land. Gute Träume, wohlgemerkt. Und doch, niemand dankte ihr je dafür. Freute sich über die Anwesenheit des Mädchens. Doch das selige Lächeln der Kinder im Schlaf war ihr Dank genug. Mehr brauchte sie nicht. Nur das. Und auch nur deswegen schlüpfte sie Nacht für Nacht in die Zimmer der Kleinen und überbrachte Träume voller Farbe und Wärme. Manchmal halfen ihr auch die Blüten- und Feuerfeen dabei. Doch bei den Feuerfeen war immer besondere Achtung geboten, welche Träume diese wirklich überbrachten. So frech wie sie waren, schummelt sich auch immer wieder gerne ein Albtraum mit hinein. Da griff das Traummädchen lieber auf die Hilfe der Blütenfeen zurück. Diese waren freundlich, hilfsbereit und nett. Und sie mochten die Kindern, denen sie die Träume überbrachten. Gerne trugen sie daher die guten Träume zu ihnen und waren eine gute und gern gesehene Hilfe. Den

I. / Flammende Herzen ...

Mir ist kalt, bin innerlich tot Ohne Seele, ohne Herz Meine Flügel sind gebrochen Es tut nicht einmal mehr weh Es ist einfach passiert, irgendwann gestern Keiner von uns hat es gewollt Du am allerwenigsten, hast das Leben so geliebt Ich werde dich vermissen und daran zerbrechen Ich tanze auf den zerbrochenen Scherben meines Herzens Meine Tränen sind gefroren Ich kann nicht verstehen, nicht begreifen Will den Schmerz spüren, doch alles in mir ist taub Du hast mein Leben mitgenommen Als du von mir gegangen bist Ich weiß nicht, wie ich überleben soll Alleine ohne dich, ich brauche dich Ich will den Schmerz fühlen Will vergessen, wieder leben Es wird lange dauern, bis ich wieder ans Leben denken kann Doch es wird mir gelingen, irgendwann Und du wirst bei mir sein In meinem Herzen, erleuchtet von tausend Kerzen